Bühnenaufbau

 

Zunächst einmal sollte man wissen, dass man Bühnen, Szenenflächen und Podeste unterscheidet und man sollte auch noch wissen, was eine Spielfläche ist.

  • Spielfläche
    • Eine Fläche (meist von Scheinwerfern beleuchtet), auf der gespielt wird.
  • Podest
    • Eine Spielfläche, die ein Stück erhöht ist, unabhängig von der Größe oder aus was sie gebaut ist.
    • Z.B. im Hauptsaal auf der Dokomi hat man keine Bühne sondern nur ein Podest
  • Szenenfläche
    • ist eine Spielfläche (also das, wo das Publikum Leute drauf sehen kann) in Kombination mit auf gleicher Ebene befindlichen Nebenflächen (quasi der Backstage-Bereich) und Zugängen/Aufgängen
    • Kulissen-/Dekorationsflächen und ein Umgang können mit dazu gehören.
    • Es ist lediglich ein Einzelteil einer Bühne.
  • Bühne
    • ist die Kombination aus einer Szenenfläche mit Dekorationsflächen und einem Umgang und einem hinter einem Portal (Bühnenöffnung) liegenden Raum
    • genauer erklärt …

      • Es gibt den Begriff Bühnenhaus. Man hat zwei wichtige Räume (bezogen auf die Architektur): eine Bühne und einen Zuschauerraum. Diese beiden Räume in Kombination werden Bühnenhaus genannt. Getrennt werden sie durch ein Portal (auch Bühnenöffnung genannt). Ein Bühnenhaus ist also im wahrsten Sinne des Wortes quasi so etwas wie ein Haus und nur wenn man so eines hat, spricht man auch von einer Bühne.
        Nun muss man dazu sagen, dass das Wort „Bühnenhaus“ ein recht alter Begriff ist und nicht unbeding 100% so verstanden werden kann, wie es in unserem alltäglichen Sprachgebrauch üblich ist. Ein Bühnenhaus ist in der Regel immer nur ein Teil eines größeren Hauses/Gebäudes. Für Gewöhnlich hat man z.B. noch eine Eingangshalle, eine Garderobe oder andere Räume mit in dem Gebäude.

 

Allgemeine Begriffe

  • Brücke
    • Wird auch Portalbrücke genannt.
    • Gang über der Bühne, der vom Zuschauerraum-/-bereich aus nicht sichtbar ist.
  • Bühnenmaschinerie
    • Die mechanische und technische Gerätschaften einer Bühne oder Szenenfläche. (Z.B. das Zeug, was man braucht um einen Vorhang nach oben zu ziehen.)
    • Man unterscheidet hierbei die Obermaschinerie und die Untermaschinerie. Diese beiden Begriffe geben Aukunft darüber, wo was eingebaut ist; also entweder über der Bühne oder eben dadrunter.
  • Hubpodium
    • Spielfläche, die man je nach Bedarf, hoch- bzw. runterfahren kann.
  • Podesthöhe
    • Gibt an, wie weit über dem Boden die Bühne, die Szenenfläche bzw. das Podest ist.
  • Portalbücke
    • Siehe Brücke.
  • Seilboden
    • Siehe Schnürboden.
  • Schnürboden

    • Wird auch Seilboden genannt.
    • eine Zwischendecke oberhalb der Spielfläche, auf der die Metallschnüre für die Züge verlaufen
    • die Metallschnüre verlaufen vom Zug aus über ein Loch in der Bühnendecke, von dort über Rollen zu einer Wandseite, dann nach unten, von wo sie letztendlich aus Bedient werden können
    • anschauliche Skizze auf Wikipedia
  • Spielfläche

    • Die von den Scheinwerfern beleuchtete Fläche , auf welcher auch keine Lautsprecher oder sonstige Dinge im Weg sind. Die Fläche, auf der wirklich gespielt wird.
  • Zug
    • eine Hebevorrichtung, die für Bühnentechnik und Dekorationen genutzt wird
    • vom Prinzip her ist es eine dicke Metallstange an Metallschnüren, man lässt sie runterfahren, baut alles an und zieht sie wieder hoch in den für die Zuschauer nicht einsehbaren Bereich
    • Beispiel: Fontanehaus Animaco

 

Aufbau Szenenfläche   ==> Spielfläche + ebenerdige Nebenflächen

An der Stelle werden die einzelnen Teile genauer erklärt aus denen eine Szenenfläche besteht. Pflicht hierbei sind eine Spielfläche und ebenerdige Nebenflächen. Fehlen die Nebenflächen oder sie nicht auf gleicher Höhe wie die Spielfläche, hat man keine Szenenfläche.

  • Aufgang / Zugang
    • Wege / Stellen an denen man aus dem Backstage- oder Zuschauerbereich/-raum eine Spielfläche betreten kann.
  • Kulissen- / Dekorationsflächen

    • Sie müssen nicht zwangsläufig vorhanden sein, denn vom Prinzip her sind es Nebenfläche (Lagerflächen für Kulissen und andere Requisiten).
    • Bei festinstallierten Szenenflächen manchmal und in Bühnenhäusern immer sind festgelegte Flächen, auf denen dauerhaft Sachen lagern. Z.B. Requisiten Shows, die gerade nicht gespielt werden oder Tische und Stühle.
  • Nebenflächen
    • Da halten sich die Darsteller auf, wenn sie während einer Show gerade nicht vom Zuschauer gesehen werden sollen. Es ist ein Teil des Backstage-Bereiches.
    • In der Regel laufen da auch noch Techniker, Bühnenhelfer und andere Leute rum, die für den Ablauf einer Show wichtig sind.
  • Oberbühne
    • Eine Fläche über der Bühne, die aus dem Zuschauerraum/-bereich nicht sichtbar ist. In erster Linie dient sie quasie als Lager- bzw. Einbaufläche für die Obermaschinerie (obere Bühnenmaschinerie).
    • Zu dem werden aber auch das Portal und Brücken mit zur Oberbühne gezählt.
    • Einfach gemerkt: alles, wo man über der Bühne rumlaufen kann und die Zuschauer nicht sehen können
  • Unterbühne
    • Eine Fläche unter der Bühne auf der die Untermaschinerie (untere Bühnemaschinerie) eingebaut ist bzw. „gelagert“ wird (z.B. die Mechanik für ein Hubpodium).

 

Aufbau Bühne

==> Szenenfläche mit Kulissenflächen + seperater Bühnen- & Zuschauerraum + Portal + Eiserner Vorhang + Ober-/Unterbühne + Hinterbühne

  • Eiserner Vorhang

    • Eine Brandschutzwand, die den Bühnenraum vom Zuschauerraum trennt und bei Bedarf heruntergefahren werden kann.
    • Bei Kleinbühnen ist er nicht zwangsläufig Pflicht.
  • Hinterbühne
    • hinterer Teil der Bühne, der sich hinter der Spielfläche befindet
    • dieser Bühnenbereich wird meist zugleich als Umgang und als Lagerfläche für sehr große, schwere Requisiten (z.B. Kulissenteile) verwendet, die man für einen schnellen Umbau während eines Stücken auf Wagen auf die Bühne schieben kann
    • die Abgrenzung von Hinterbühne und Spielfläche ist
  • Oberbühne- / Unterbühne

    • Siehe „Aufbau Szenenfläche“.
    • Besonderheit: Wenn man nur eine Szenenfläche hat, aber keine Bühne, werden die Unter- und Oberbühne mit zur Szenenfläche gezählt. Auf einer richtigen Bühne, also in einem Bühnenhaus, gelten sie aber nicht als Teil der Szenenfläche, weswegen sie hier nochmal seperat genannt werden.
  • Portal
    • Ganz simpel: Bühnenöffnung. Das ist das „Tor“, was den Zuschauerraum vom Bühnenraum trennt.
    • Portale können verstellbar sein, auch wenn es nicht die Regel ist.
  • Vorbühne
    • Zusätzlicher Bühnenteil vor der eigentlichen Bühne, der je nach Bedarf mittels eines Hubpodiums nach oben oder unten gefahren werden kann.
    • Optionaler Teil einer Bühne.

 

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